| Softwarelokalisierung |
| Softwarelokalisierung bedeutet das
komplette Übersetzen von einer Sprache in eine andere. Eine der vielen Problematiken, die
dabei entstehen, ist das Layoutproblem. Man hat zum Beispiel in einem Computerprogramm ein
Fünftel des Bildschirms für einen Schriftzug reserviert, aber in der Zielsprache
benötigt man nur ein Zehntel, bzw. umgekehrt. Man kann dieser Art von Problemen
ausweichen, indem man z.B. andere Schriftgrößen wählt. Ansonsten muß man das Layout
komplett überdenken. Normalerweise ist es für eine Softwarelokalisierung notwendig, den
gesamten Sourcecode zu überarbeiten. Je nach Programmierstil und verwendeter
Programmiersoftware kann es sein, dass man nur Dateien übersetzen muss, in denen die
Dialoge gespeichert sind. Zu berücksichtigen ist dabei die ganz andere Art des
Dateisystems. Wenn z.B. eine Textdatei einen Umlaut im Namen hat, ist es nicht möglich,
diese Datei im koreanischen MS Windows zu öffnen. Umgekehrt natürlich genauso. Desweiteren muss auch sichergestellt werden, dass benutzte Systemressourcen auch im Zielsystem vorhanden sind, bzw. auf die gleiche Weise angesprochen werden können. Man muss sich auch im klaren sein, dass man in einer anderen Sprache (Kultur) gewisse Ausdrucksweisen nicht verwendet, d.h. überhaupt nicht übersetzen kann. Wenn man also eine Softwarelokalisierung durchführen lassen will, muss man sich über alle der oben genannten Probleme im klaren sein und sich auch vor Augen führen, dass es sich bei Softwarelokalisierung um eine sehr zeitintensive Angelegenheit handelt. |